…dürfte seit einigen Wochen jedem Berliner bekannt sein. Zumindest jedem, der an der U2 wohnt.

Nur zur Erinnerung: Dort wird durch das Unternehmen „High Gain House Investments“ (HGHI) ein Einkaufszentrum gebaut (nicht, dass es in Berlin nicht eh schon genug davon gäbe). Die Baugrube befindet sich in unmittelbarer Nähe zum U-Bahn-Tunnel der U2. Doch es gab vor einigen Wochen einen Wassereinbruch, so dass der U-Bahn-Verkehr zwischen den Bahnhöfen Potsdamer Platz und Mohrenstraße nun, laut BVG „bis auf weiteres“, durch einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ersetzt werden musste.

Ärgerlich, dass nun seit heute auch die U1 und die U6 unterbrochen sind und die U2 bereits letztes Jahr monatelang unterbrochen war. Professionell kann man das Handeln der Beteiligten auch nicht nennen, wenn man sich etwa diese Nachricht anschaut – man fragt sich, ob es tatsächlich um die schnelle Wiederinbetriebnahme der Bahn geht, oder eher um Vertuschung.

Vor einigen Tagen befand sich an der Baustelle noch stolz das Schild, welches die Beteiligten des Projekts nannte.

Doch am Samstag war das große Schild demontiert worden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Vielleicht haben ja zu viele genervte Pendler dort angerufen und gefragt, wann die nächste U-Bahn wieder fährt. Das wiederum könnte ich völlig nachvollziehen…

(Update: Das Schild ist seit einigen Tagen wieder da. (Stand 30. April 2012))

Ich persönlich werde dieses Einkaufszentrum nach der Eröffnung 2013 natürlich meiden. Die zusätzlichen Fahrzeiten werden mich schon genug produktive Arbeitszeit gekostet haben, so dass ich dafür dann auch kein Geld ausgeben möchte.

Veröffentlicht unter Berlin.

Gibt es hier zu viele Hausfrauen, haben die Menschen zu viel Zeit oder sind sie einfach blöd? Kann ja nicht sein, dass es für industriellen Obstsalat hier (in Berlin!) keinen Markt gibt… Die Briten können nicht vieles gut, aber darin sind sie uns 10 Jahre voraus.

Tesco Metro Tottenham Court Road
Tesco Metro Tottenham Court Road: "We have done all the hard work so you don't have to" – Industrie-Obstsalat im Kühlregal.

In meiner England-Zeit beschränkten sich meine Essgewohnheiten nicht nur auf Sandwiches. Es war zumindest in der Londoner Innenstadt auch immer ein Leichtes, zum Beispiel frisch gemachte Nudelsuppe oder Sushi zu erwerben, also halbwegs gesundes und gleichzeitig schnelles und preiswertes Essen.

Besonders gut gefallen hat mir aber das Chicken Tikka von Sainsbury’s, das in großen Plastikboxen mit Reis für etwa £3.50 angeboten wurde. Das wurde warm verkauft und konnte sofort gegessen werden. Auch Chicken Jalfrezi, Chili con Carne und Vegetable Masala gab es. War auch alles angenehm scharf.

Nun bin ich ja schon seit mehr als einem halben Jahr in Deutschland, und meine Hoffnung war ja immer: „Was Sainsbury’s kann, kann Ullrich am Zoo schon lange.“ Also war ich neulich dort und habe mir wagemutig die Gänsebrust mit Rotkohl und Kartoffeln für 7 Euro zum Mitnehmen gekauft, in einer schicken Alu-Verpackung.

Die Gänsebrust war aber eine eher trockene Angelegenheit und die Kartoffeln mit Soße schmeckten ziemlich langweilig. Es wirkte wie ein mäßiges Kantinenessen, das nicht einmal das Junk-Food-Flair des Sainsbury’s Chili con carne hatte…

SPIEGEL-Autorin Marie-Luise Scherer über Tod und Leben in einem Kreuzberger Wohnquartier

Wenn Pitt Müller, der heute 32 Jahre alt ist und als ambulanter Altenpfleger in Moabit und Wedding arbeitet, das Geschehen noch mal rückwärts abspielt, dann würde er dieses junge Mädchen Ingrid Rogge damals nicht mit nach Berlin genommen haben. Er hatte sie am Abend des Ostersonntag 1979 im Saulgauer „Bohnenstengel“ kennengelernt, einem Lokal, in das der unruhige Teil der ansässigen Jugend den Sesselmassen seiner Elternhäusern entflieht, um dort, im eigenen Plüsch, das Entrinnen aus Schwaben zu besprechen, das Wegmachen nach Berlin.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13523883.html

Das war Westdeutschland in den 1980ern! Eine gefühlvolle und spannende Beschreibung des Lebensgefühls von „damals“, geschildert anhand des grausamen Schicksals einer aus der westdeutschen Provinz zugezogenen Neu-Berlinerin. Sehr gut geschrieben und interessant zu lesen, auch wenn einem das ziemlich nahe gehen kann.