When you buy a Normalpreis (regular fare, anytime, fully flexible) ticket for use on German railways, you might be asking yourself what the route description (Wegetext; Raumbegrenzung) on your ticket means.

For example, a ticket from Hannover to Berlin will be issued „VIA: LEHR*(SDL*BSP/HE*EILS*MD*GSN)*BGS„. (Yes, the ticket issued will be „Hannover -> Berlin“, not „Hannover Hbf -> Berlin Ostbahnhof“ or „Hannover Anderten/Misburg -> Berlin Warschauer Str.“ as station grouping will apply.)

  • Each routeing point (Leitpunkt) (LEHR, SDL…) denominates a station of major importance. For example, LEHR is Lehrte, SDL is Stendal, MD is Magdeburg, BGS is Berlin-Gesundbrunnen. Many such acronyms are in fact derived from the German car licence plate acronyms, but not all are (NILA for example is a riddle to most but means Niederlahnstein, in Rhineland-Palatinate). Lists of routeing points (Verzeichnis der Leitpunkte) are floating around on the internet. The official German railway routeing guide (Tfv 603 – Entfernungszeiger) also includes a list of routeing points but is unfortunately not publicly available – if you know anyone working in a DB Travel Centre or at a rail appointed travel agent (Agentur) they may be able to help you though.
  • Stars (*) are simple delimiters that separate routeing point acronyms from each other.
  • A room restriction (Raumbegrenzung) is defined by use of brackets and slashes. In this example, the room is defined between LEHR (Lehrte) and BGS (Berlin Gesundbrunnen), any route between SDL*BSP (Stendal and Berlin-Spandau) and HE*EILS*MD*GSN (Helmstedt, Eilsleben (bei Magdeburg), Magdeburg and Güsen (bei Genthin)). As this is a room definition you can travel on any of these two routes or, if available, any route between these two limitations.
    (In fact, between Hannover-Berlin, you only have the choice between these two routes but it may be different if you are travelling between Hamburg and Stuttgart and have a VIA of HH*HAR*(H/K*KO)*BIET*S on your ticket, which allows you to travel on any route between Hamburg-Harburg – Hannover – Bietigheim-Bissingen, or Hamburg-Harburg – Köln – Koblenz – Bietigheim-Bissingen – a true multitude of detours awaits you!)

It is important to stick to the route description on your ticket, especially as different routes (such as Cologne-Frankfurt via Koblenz (the slower Rhenish route) vs. Cologne-Frankfurt via Montabaur/Limburg (the new high speed route)) may not be included in the same route description and may be priced differently, despite both being operated by DB Fernverkehr and both served by through trains. If you board an intercity service with the wrong ticket, you will be asked to pay an excess fare, and if you board a local / regional service you may even be fined.

As another example, let’s take routeing map KY (London King’s Cross to York / Scarborough) of the UK National Routeing Guide and turn it into a Via description. (The German equivalent of the National Routeing Guide that is called Tfv 603 (Entfernungszeiger) and includes maps and permitted routes is not available to the public, so for the purpose of this example we will use a UK railway map.)

It would be represented as

London*(Kings Cross/Essex Road*Highbury and Islington)*Finsbury Park*Alexandra Palace*(Hatfield/Hertford North)*Stevenage*Hitchin*Peterborough*(Grantham*Newark*Retford/Spalding*Sleaford*Lincoln)*Doncaster*(Wakefield*Leeds/Selby)*York*Scarborough

Note Doncaster*(Wakefield*Leeds/Selby)*York. Even though the map allows three routes from Doncaster to York – via Wakefield and Leeds, direct, and via Selby, only two routes are mentioned within the bracket. The direct route that goes through in between these two is not mentioned in the room restriction. But it is neither required nor allowed to use more than one slash within a bracket as the room restriction does not enumerate alternative routes but simply defines the two borders of the room!

In short, with CRS codes in place of stations/locations:

London*(KGX/EXR*HHY)*FPK*AAP*(HAT/HFN)*SVG*HIT*PBO*(GRA*NNG*RET/SPA*SLR*LCN)*DON*(WKF*LDS/SBY)*YRK*SCA

Often, however, only a few routeing points (four up to ten) are printed on a ticket so you will not usually find such a long „via“ on your ticket.

Oft besteht Bedarf danach, die Anzahl der Streckenkilometer zu bestimmen, die man mit der Eisenbahn zurücklegt. Sei es für ein Reisetagebuch, das man führen möchte, sei es, um zu bestimmen, ob man bestimmte Fahrkarten nutzen kann (etwa das Regio-Ticket Bayern, das Hopper-Ticket für Mitteldeutschland o.ä., die für Hin- und Rückfahrten im Nahverkehr bis 50 km gelten – diese Beschränkung hat mit dem Mehrwertsteuersatz zu tun, der nur bei Fahrten bis 50 km ermäßigte 7% beträgt).

Manchmal ist es auch erforderlich, einen Wegetext oder eine Raumbegrenzung zu bestimmen. Eine Normalpreis-Fahrkarte von Stuttgart nach Heidelberg könnte etwa den Text „VIA: BIET*VAI*BRT*BR“ beinhalten. Was bedeuten diese Kürzel? Und ein Sparpreis von Frankfurt (Oder) nach Berlin könnte den Wegetext „Über: NV*B-Hbf 6:47 ICE644“ haben, so dass sich – wenn man die gebuchte Reiseverbindung nicht zur Hand hat, sondern nur die aus dem Automaten ausgespuckte Fahrkarte – die Frage stellt, was denn die verkehrsüblichen Routen zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin sind.

Trassenpreissystem: Mit der kostenlosen, jährlich aktualisierten Trassenpreisauskunft (für Windows) der DB Netz AG lassen sich Trassenkilometer bestimmen. Die Trassenkilometer entsprechen den Kilometern, die man tatsächlich zurückgelegt hat, sind jedoch von Tarifkilometern zu unterscheiden – z.B. ist Köln-Frankfurt über Limburg Süd tarifkilometermäßig länger als Köln-Frankfurt über Koblenz, obwohl es geografisch eine kürzere Distanz ist – um Komfort- und Fahrzeitunterschiede im Preis abzubilden.

Kursbuch der Bahn: Die Kursbuchtabellen auf kursbuch.bahn.de beziehen sich ebenfalls auf Streckenkilometer.

Zeitkarten bahn.de: Für Strecken bis ca. 400 Kilometer im Nah- und Fernverkehr, im Nahverkehr nur außerhalb von Verkehrsverbünden, lassen sich auf bahn.de/zeitkarten Wegetexte – detailliert, mit vergleichsweise vielen Leitpunkten – und Entfernungen bestimmen. Bei längeren Strecken wird die Auskunft verweigert, da Zeitkarten für zu lange Distanzen nicht ausgestellt werden, und der Nutzer wird auf den Erwerb einer BahnCard 100 verwiesen.

Entfernungsrechner: Es gibt einen internen Entfernungsrechner (PFFEB) für Strecken des Nahverkehrs in Deutschland. Dieser gibt Entfernungen in Tarifkilometern sowie den Wegetext für den Nahverkehr wieder, und zwar – wie auf Fahrkarten üblich – mit nur vier Leitpunkten.

Automat: Am NTA (Neuer Ticket-Automat) der DB erscheint unten ein Button „Tarifkilometer anzeigen“, wenn bei der Reiseauskunft „Nur Nahverkehr“ gewählt wird.

Tfv 603: Der Entfernungszeiger der Deutschen Bahn ist das klassische Fahrpreishandbuch, die Bibel für alle Tarifkundigen. Es ist Mitarbeitern im Reisezentrum sowie in DB-Agenturen zugänglich und kann auch gegen einen Obolus bei der DB Kommunikationstechnik GmbH in Karlsruhe auf CD-ROM bestellt werden. Es enthält ein Verzeichnis der Leitpunkte (Bahnhofsabkürzungen in Wegetexten), Kilometerangaben für viele Strecken, sowie vergleichsweise detaillierte Wegetexte für die wichtigsten Relationen. Jedoch sind die Angaben regelmäßig nur für den Nahverkehr relevant.

SCIC-NRT: Es gibt Fahrpreistabellen für internationale Fahrten aller europäischen Eisenbahnen, in denen im Regelfall auch Wegetexte und Tarifkilometer auch des Fernverkehrs enthalten sind. Auch diese sind nicht öffentlich einsehbar.

Jizdenka: Die tschechische Eisenbahn bietet diese internationalen SCIC-NRT-Preistabellen öffentlich in Online-Form unter http://jizdenka.idos.cz/IT.aspx?&Lang=69 an. Die Bedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch werden auch hier Wegetexte und Tarifkilometer angezeigt, wenn man das Formular ausfüllt und so seine Relation bestimmt bekommt. Die Preise sind die Höchstpreise nach SCIC-NRT (d.h. in Deutschland ICE-Preis). Einziger Nachteil ist, dass keine Vias eingegeben werden können (aufgrund der detailarmen Wegetexte – meist auch nur 4 Leitpunkte) ist dies nicht sinnvoll im Programm abbildbar, jedoch gehen so auch Alternativrouten (Köln-Frankfurt über Koblenz kennt das Programm daher nicht, nur Köln-Frankfurt über Limburg) verloren. Darüber hinaus funktioniert die Anwendung mangels kürzerer/regionaler Strecken in der Datenbank nicht immer korrekt – Bonn-Neuwied wird etwa über Bonn-Koblenz + Koblenz-Neuwied bestimmt, obwohl Neuwied aus Bonner Sicht vor Koblenz liegt.

In anderen Ländern sind die Gepflogenheiten andere. So kennt man in Großbritannien gar keine Wegetexte auf der Fahrkarte. Bei der britischen Eisenbahn werden lediglich Start, Ziel, Gültigkeit (z.B. „Any Permitted“, „Not London“) und Restriktionen („On Date Shown“, „As Advertised“ …) vermerkt. Erlaubt ist grundsätzlich die Fahrt auf dem der nach Maßgabe der auf der Fahrkarte angebrachten Restriktionen kürzesten Weg oder einem Zug, der als umstiegsfreie Verbindung zwischen Start und Ziel beworben wird. In allen anderen Fällen wird der National Routeing Guide zu Rate gezogen, um die entsprechenden Leitpunkte (Routeing Points) für die Relation und die zwischen ihnen erlaubten Wege zu bestimmen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe an Einzelfallregelungen (Easements), die die allgemeinen Regeln überlagern und – entgegen dem Wortsinne („Erleichterung“) – positiver (Reisende von X nach Y dürfen über Z reisen) oder negativer Art (Reisende von A nach B dürfen nicht über C reisen) sein können.

Tarife im ÖPNV sind bekanntermaßen verwirrend. Man kann aber mit nur wenig Aufwand die Verwirrung so weit steigern, dass es an eine Beleidigung des Kunden grenzt.

Das Sachsen-Ticket gilt für eine grenzüberschreitende Nahverkehrsfahrt nach Polen, von Görlitz nach Zgorzelec, nicht jedoch in die andere Richtung.

Es ist eigentlich eine Zumutung für den Kunden, erst mal solche Details zu studieren, bevor er sich in den Zug setzt und aus Nachlässigkeit zum Schwarzfahrer wird. So wird das nichts mit der Weg-vom-Auto-Politik.