Je nach Institut gibt es verschiedene Anforderungen und Funktionalitäten für den basic bank account. Einige wollen das Original des Reisepasses per Post eingesendet bekommen, wovon ich nur dringend abraten kann. Andere wollen eine beglaubigte Übersetzung fremdsprachiger Dokumente. Einige Institute stellen nur eine einfache Debitkarte aus, andere eine voll funktionstüchtige mit kontaktlos und Apple Pay. Vergleich macht reich!

Man muss definitiv Geduld haben – ein Eröffnungsprozess kann mit etwas Pech etwa wie folgt aussehen:

19. September 2016: Antrag online ausgefüllt und gleichtägig zur Post gebracht.
28. September: Benachrichtigung der Bank trifft ein, dass der Antrag erhalten wurde und man sich zurückmelden werde.
5. Oktober: E-Mail: „Thanks for your interest in a *** current account. Your request has progressed to the next stage, and you will receive a letter explaining the next steps.“
8. Oktober: Die Postlaufzeiten von UK ins europäische Ausland betragen meist 3-4 Tage. Eine Einladung war dementsprechend nun im Briefkasten mit einer Frist zur persönlichen Vorstellung in einer Filiale bis 30. November 2016.
4. November: Erste Identifikation in einer Filiale. Scans von Reisepass und Proof of address wurden gemacht.
Ende November: Da bisher nichts ankam, Telefonat mit Head Office. Es stellt sich heraus: der passport scan sei really blurry und die Nummer passe nicht zu der auf dem Antrag angegebenen (die zur National ID gehöre), ich solle bitte nochmals kommen.
5. Dezember: Morgens neue Identifikation in einer Filiale mit National ID und Passport und Proof of Address. Der Banker war anfangs skeptisch, da die Frist ja abgelaufen sei, nach Erläuterung des vorherigen Ablaufs und Telefonats machte man aber eine Ausnahme. Nachmittags Anruf vom Head Office, dem der neue Identifikationsversuch noch nicht klar war, dem ich die Situation aber erklären konnte.
8. Dezember: E-Mail mit Hinweis auf ein neu eingerichtetes Konto, mit Kontonummer und Kundennummer. Debitkarte und Zugangsdaten zum Onlinebanking sollen folgen.
9. Dezember: Erste Überweisung auf das neue Konto über einen Überweisungsdienst
10. Januar 2017: Mail mit Benachrichtigung für den ersten Kontoauszug online kam, jedoch bisher noch keine Karte oder Zugangsdaten. Anruf bei Institut – „Sie sind ja gar nicht für Online-Banking angemeldet, ich werde Ihnen einen Kartenleser und Login-Daten zukommen lassen“
Mir wurde die Wahl gelassen, ob ich die Karte sperren lassen will, die kommen in Batches heraus und es war Weihnachten. Entscheidung: Karte nicht sperren, noch 2-3 Tage warten.
16. Januar: Das wird nix mehr. Also nochmals angerufen. Es stellt sich heraus, dass die ausländische Adresse irrtümlich als BFPO (British Forces Post Office) eingepflegt wurde. Kein Wunder, dass das nicht ankommt! Es handelte sich jedoch um eine Privatadresse und niemals wurde etwas anderes bei der Antragstellung angegeben.
18. Januar: Abends ein entgangener Anruf aus ***, was auch immer sein soll. Was wichtig ist, kommt zweimal? Bisher nichts.
20. Januar: Karte da! Einrichtung von Android Pay (Kartennummer eingeben plus Bestätigungs-E-Mail) funktionierte sogleich.
21. Januar: Erste Bezahlung mit Android Pay – erfolgreich! Nur Kartenleser und Online-Banking-Brief lassen immer noch auf sich warten.
25. Januar: Ein Brief mit Warnung, dass verdächtige Transaktionen (wie sich am Telefon herausstellt: Google Services & Revolut) entdeckt wurden und der Karteneinsatz eingeschränkt wurde. Nochmals angerufen in ***, nachgehakt. Der Kartenleser sei wohl am 23. Januar verschickt worden, er müsste also in Kürze ankommen. Man werde auch noch der Sicherheit halber einen weiteren PIN-Brief auf den Weg bringen.
28. Januar: Es treffen PIN-Brief und Kartenleser (letzter in einer zerdrückten Pappschachtel, die von der Post in einen Plastikbeutel umgefüllt wurde) ein. Paym eingerichtet, Online-Banking eingerichtet, mit der Karte (gesteckt) erstmalig im Handel bezahlt.

Es hat 4 Monate gedauert, bis dieses Basiskonto endlich zum Laufen gebracht wurde.