Die Sparkassen veranstalten gerade eine PR-Kampagne („Der Unterschied beginnt beim Namen„). Mit dieser wird betont, dass sich die kommunalen Finanzinstitute vor Ort engagieren, den Mittelstand fördern, lokale Vereine sponsern usw.

Die Kampagne ist zum Scheitern verurteilt. Denn das interessiert die meisten Leute kaum, was das Geldinstitut alles Gutes veranstaltet, wenn sie bei einer Direktbank ein normales Girokonto ohne Kontoführungsgebühren und mit kostenfreier Debitkarte bekommen. Das gesparte Geld kann man auch vorzüglich investieren oder spenden. 😉

Screen Shot 2014-09-13 at 22.55.09Wie die Zukunft der Filialbanken aussehen könnte, zeigt etwa die britische Metro Bank sehr gut. Diese erst vor einigen Jahren neu gegründete Filialbank konzentriert sich auf Services vor Ort wie Bareinzahlungen, Schließfächer, vor allem aber auf Dienstleistungen zum Mitnehmen. So bekommt man eine Debitkarte sofort zum Mitnehmen und mit Wunsch-PIN in der Filiale ausgestellt, wenn man bei Metro Bank ein Konto eröffnet, kann also sofort mit dem Banking loslegen. Auch die Einrichtung des Online-Bankings kann in der Filiale erfolgen und nicht per Kommunikation mit irgendwelchen unsichtbaren Gestalten in unsichtbaren Back-Offices. Das Call-Center ist einheimisch im Großraum London angesiedelt – auf meine scherzhafte Frage, ob ich bei einem Anruf einen indischen Akzent beim Gegenüber hören werde, erklärte die Bankberaterin „no, you will hear my accent„. Großzügige Öffnungszeiten (7 Tage die Woche, entsprechend Einzelhandels-Geschäftszeiten) und ein 0-GBP-Girokonto runden das Angebot ab. In gewisser Weise ist die Metro Bank die bessere Sparkasse – sie schafft Arbeitsplätze vor Ort, bietet persönlichen Service zu guten Konditionen und bringt damit die Innenstädte voran.

Aber es fehlt in der Bankbranche hierzulande an Visionen. Wenn man als Kunde der örtlichen Sparkasse (obwohl es technisch eben auch anders, besser möglich wäre) auch eineinhalb Wochen warten muss, bis alle Karten und PINs über den Postweg angekommen sind, dann kann man auch zu einer Direktbank gehen, denn dort muss man genauso warten.

Cindy aus Marzahn ließ sich ihrerzeit mal über das „Joopcenter“ aus. Ich tue das selbe, nur über das Jobticket.

Das Jobticket von der S-Bahn Berlin/VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg), das in Kooperation mit meinem neuen Arbeitgeber angeboten wird, muss sechs Wochen im Voraus bestellt werden.

Muss das eine romantische Sache sein. Ich gebe meinen Antrag beim Arbeitgeber ab, der gibt das am Folgetag beim Verkehrsunternehmen ab.

Von der S-Bahn Berlin GmbH reist dann jemand persönlich – beritten – am dritten Tag in den nahen polnischen Wald, in die Puszcza Rzepińska, um den schönsten Baum des Waldes auszusuchen. Dieser wird dann gefällt, damit genug Zellstoff da ist, um darauf meine Wertmarken fürs folgende Jahr zu drucken. In liebevoller Handarbeit wird die Masse geknetet und Papier mit Wasserzeichen daraus hergestellt.

Und gleichzeitig geht mit der Postkutsche von der Invalidenstraße eine Bestellung nach Rostock an die deutsche Hochseeflotte. Vor den Affenfelsen von Gibraltar gehen sie Tintenfische fangen. Nach vierwöchiger Fangreise werden die Tintenfische von deutschen, nach NGG-Tarifvertrag bezahlten Fachkräften handgemolken und daraus die Tinte für den Druck der Wertmarken gewonnen. In guter mittelalterlicher handwerklicher Tradition pinseln die Mönche des Klosters Chorin in Nordbrandenburg dann die Tintenfischtinte auf das Papier und verzieren es mit weisen Inschriften wie „VIA: BOB*B*BHBF*BZOO*BCH*BSP„.

Ein berittener Kurier wirft das Jobticket, in dem so viel Schweiß menschlicher Mühe drinsteckt, dann genau sechs Wochen nach der Bestellung in meinen heimischen Briefkasten ein.

Anders wäre diese lange Vorbestelldauer nicht zu rechtfertigen und es würde ja beinahe an eine Unverschämtheit grenzen. Aber im Zweifel ist doch eher davon auszugehen, dass da so viel Liebe und Arbeit drin steckt, nicht dass irgendein Sesselpupser in einem Büro sich viel Zeit lässt mit der Bearbeitung, obwohl es genug Blankowertmarken und Drucker gibt. Oder doch? 😉

Oder man bestellt sich einfach bei der NEB ein normales Abonnement, das ist etwas teurer und es gibt eine unromantische funkende VBB-fahrCard, aber man hat seine Ruhe und das geht in weniger als 14 Tagen. Ich habe mich doch für letzteres entschieden. Man stelle sich vor, jeder Berechtigte würde so ein Jobticket bestellen, dann würde das Ganze ja ob der massiven Arbeitslast zusammenbrechen… 😀

Veröffentlicht unter Bahn.

If an Adobe Acrobat 8 installation on Mac OS X was incompletely uninstalled, the installation of Adobe Acrobat XI Pro may terminate prematurely with the message „The installation failed. The Installer encountered an error that caused the installation to fail. Contact the software manufacturer for assistance.„. Adobe Acrobat XI will be installed in the Applications folder by then, but due to the incomplete installation it will not start up properly and claim you need to activate your trial, even if you have entered a valid serial during the installation process.

Screen Shot 2014-09-02 at 09.15.28

To fix this issue, you will have to firstly uninstall the incomplete installation of Adobe Acrobat XI and then delete com.adobe.*.plist in /Library/Preferences/ (which is a hidden path, so you will have to use Finder’s „Go – Go to Folder…“ command). Afterwards retry installing Adobe Acrobat XI and it should work.

Veröffentlicht unter IT.

Im US-amerikanischen Bundesstaat Ohio gibt es bereits seit dem Jahr 2000 eine Online-Schule, den Electronic Classroom of Tomorrow (ECOT – Elektronisches Klassenzimmer von morgen). Das Programm der ECOT deckt vom Vorschuljahr bis hin zum Abschluss der Oberschule die gesamte Laufbahn der allgemeinbildenden Schulen (K-12) ab.

Electronic Classroom of Tomorrow (logo)
Electronic Classroom of Tomorrow

Es handelt sich hierbei um eine staatlich finanzierte Gesamtschule, deren Nutzung (Besuch trifft es nur eingeschränkt) kostenfrei ist. Die Schüler haben eine 25-Stunden-Schulwoche, können aber ihre Kursnutzung flexibel planen. Gesetzlich vorgeschriebene Vergleichsarbeiten müssen die Schüler bestehen, der Oberschulabschluss wird erst mit dem bestandenen Ohio Graduation Test (OGT) verliehen.

Das Angebot richtet sich an Schüler zwischen 5 und 21 Jahren mit Wohnsitz in Ohio. Eine Vielzahl von Schülern mit besonderen Bedürfnissen nutzt das Angebot von ECOT, etwa berufstätige Schüler, Schüler mit Erkrankungen, Leistungssportler, Schwangere, Schüler mit Mobbingerfahrung, Schüler mit Bedarf nach einem kurzfristigem Schulwechsel oder fortgeschrittene Schüler, die eine neue Herausforderung suchen. Ähnliche Online-Schulen gibt es z.B. auch im Bundesstaat Pennsylvania. Wäre dies auch ein Modell für Deutschland? Weiterlesen