Das Buchungssystem von bahn.de ist nicht gerade das benutzerfreundlichste und macht es den Kunden mit äußerst kurzen Session-Fristen und willkürlichen „Sicherheits“beschränkungen wie nur vier Buchungen am Tag pro Nutzer und Zahlungsart schwer, geliebt zu werden. Aber es gibt eben auch – gerade bei Nahverkehrsfahrkarten – Buchungsmöglichkeiten, die nicht von der Deutschen Bahn AG kontrolliert werden.

Nahverkehrsfahrkarten des eigenen Netzes (DB-Produktklasse C), Tages- und Mehrfahrtenkarten des VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg), sowie Bayern-Ticket, Baden-Württemberg-Ticket, Quer-durchs-Land-Ticket und Schönes-Wochenende-Ticket gibt’s auch im Online-Shop der agilis zu kaufen. Was per Post versandt werden muss, kostet bei agilis nur 95 Cent extra (DB: 3,50 Euro).

Fahrkarten des Niedersachsentarifs gibt es auch bei ticex. Fahrkarten des SH-Tarifs sind auf der Seite von nah.sh (auch Netzkarten) erhältlich, das Schleswig-Holstein-Ticket und das Schönes-Wochenende-Ticket als Onlineticket zum Selbstdruck auch bei der Nord-Ostsee-Bahn (NOB). Das Fahrkartenportal des NRW-Tarifs (https://www.ots-nrw.de) wird jedoch von der DB Vertrieb GmbH betrieben.

Alternativ kann man sich aber auch im von DSW21 betriebenen VRR-Ticketshop mit VRR-Fahrkarten und NRW-Ländertickets eindecken.
Fahrkarten des VGN gibt es im VAG-Onlineshop.
Fahrkarten des MDV gibt es im LVB-Onlineshop.
Fahrkarten des VVS gibt es im SSB-Onlineshop.

Schließlich ist das HandyTicket Deutschland einiger Verbünde zu nennen.

Natürlich gibt es darüber hinaus noch Fahrkarten der privaten Fernverkehrsgesellschaften (sprich HKX und InterConnex), die aufgrund ihrer Eigenwirtschaftlichkeit nur von ihnen selbst vertrieben werden.

Veröffentlicht unter Bahn.

Gerade macht der Artikel „Schulzeitverkürzung: Brief an eine Gymnasiastin“ von Henning Sußebach, veröffentlicht auf Zeit.de, die Runde. In diesem Brief bedauert der Verfasser seiner Tochter Marie gegenüber mit Sätzen wie „Und Du sollst wissen, dass ich Dir das gestohlene Jahr zurückgeben möchte.“, dass die Schulzeit verkürzt und beschleunigt sei.

Mehr Kulturpessismismus geht nicht! Die Bildungslobby hat sich immer wieder gerne über die Umstellung auf das achtjährige Gymnasium (G8, „Schnellläufer“) beklagt. Dabei ist das Abitur nach 12 Jahren Schulzeit in vielen Nationen Europas üblich. Auch in Sachsen und Thüringen ist das Abitur nach 12 Jahren Schule schon seit DDR-Zeiten üblich. Und das sächsische Schulsystem gilt als vorbildlich.

Wenn es Probleme bei der Einführung von G8 gibt, dann haben bestimmte Bundesländer vergessen, ihre Lehrpläne zu entrümpeln. Es wird zu viel Faktenwissen gelehrt, welches im Alltag später nicht mehr benötigt wird und auch schnell wieder vergessen wird. Die Nebenwirkungen der Einführung sind aber nicht Probleme von G8 an sich, sondern Probleme der konkreten Umsetzung.

Persönlich bin ich froh darüber, G8 gemacht zu haben. Und dann hatte ich im Studium Zeit für ein Auslandsjahr, werde etwas früher auf die Berufswelt losgelassen zu werden, kann mich selbst verwirklichen, statt ein Jahr länger im starren Schulsystem zu stecken, täglich die selben Gesichter zu sehen, um sechs Uhr morgens aufstehen zu müssen, und zu Sport und Kunst gezwungen zu werden. Im eigenen Tempo ist jeder Mensch am glücklichsten und produktivsten. Diesen Luxus sollten wir gerade auch unserer nachwachsenden Generation zugestehen.