Die Verwertungsgesellschaft Wort ist nach eigener Beschreibung ein „Zusammenschluss von Autoren und Verlagen, der Tantiemen aus Zweitnutzungsrechten einnimmt und weitergibt“. Faktisch ein Monopolist, welcher Gebühren u.a. aus Pauschalabgaben für Drucker eintreibt. Nun mag man bereits dieses Konzept für überholt halten (persönlich halte ich es für grob unsozial). Jedoch gilt auch hier wie so oft im Leben „Don’t hate the player, hate the game“ – einen Vergütungsanspruch erwirbt jeder, der z.B. wissenschaftliche Aufsätze oder journalistische Beiträge verfasst.

Jedenfalls ist bereits seit rund zwei Jahren ein Rechtsstreit mit dem Urheberrechtler Martin Vogel über die Frage anhängig, ob den Urhebern pauschal ein Verlegeranteil von den Ausschüttungen abgezogen werden darf, aufgrund dessen die Auszahlungen 2012 und 2013 verzögert wurden. Am Umgang mit den Autoren und insbesondere den Verfahrensbeteiligten kann man die segensreichen Wirkungen eines Monopols betrachten.

Mit ihrer Kampagne „Wir geben 8 aufs Wort“ will die VG Wort sich verstärkt für die Rechte der Autoren und Verlage einsetzen.

Sie mögen 8 aufs Wort geben, auf die deutsche Sprache aber nicht unbedingt. Schaut man sich auf ihrer Seite um, entdeckte man bis vor wenigen Tagen schräge Formulierungen wie „Hauptausschüttung 2012 in 2013“ (inzwischen in „Hauptausschüttung 2013 für 2012“ bereinigt). Im T.O.M.-System (Texte online melden) geht es mit fehlenden Kommata weiter.

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Oh ja, Kultur und so.

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