Dass es kein Gourmeterlebnis werden würde, war mir eigentlich klar…

Currywurst

Soße: Aussehen – D — Sattes Rotbraun, was allerdings äußerst ungewöhnlich und auch unästhetisch ist, sind die angebrachten Mayonnaisestreifen.
Soße: Geruch – D – Kaum ein Geruch wahrnehmbar.
Soße: Geschmack – E – Geschmacklich neigt die Soße sehr stark zu einem süßlichen Paprikaaroma, welches nicht mit der fetten Mayonnaise harmonieren kann.
Soße: Konsistenz/Textur – C – Nicht gleichmäßig, da „rot-weiß“.

Currypulver – D – Kaum herauszuschmecken.
Zwischennote Soße/Currypulver: D

Wurst: Aussehen – B – Als Currywurst wird in Baden-Württemberg häufig die sogenannte Oberländer Wurst, eine etwas schwammig schmeckende Wurst ohne Darm, zweckentfremdet. Diese hier sieht ganz in Ordnung aus, wird am ganzen Stück serviert, was in Berlin (vor dem Servieren von Hand mit dem Messer geschnitten) oder NRW (vor dem Servieren mit einem Gerät geschnitten) nicht üblich wäre. Allerdings führen kulturelle Unterschiede natürlich nicht per se zu einer Negativbewertung.
Wurst: Geruch – C – Geruchlich kaum etwas festzustellen.
Wurst: Geschmack – C – Kaum Geschmack, da durch die Soße verdeckt.
Wurst: Konsistenz/Textur – D – Die Oberländer Wurst ist, wie schon gesagt, tendenziell etwas schwammig. Diese hier fühlte sich allerdings besonders schwammig und wässrig an, eventuell handelte es sich um ein TK-Produkt. Ich fühlte mich nach dem Essen auch nicht so gut.
Zwischennote Wurst: C

Beilage Pommes – D – Als Beilage wurden Pommes im X-Schnitt gereicht. An sich eine gute Idee, doch leider eine relativ krustige und fettige Angelegenheit. Für mich als Anhänger der Great British Chips (dick, weich, fluffig) daher nicht besonders überzeugend – andere mögen anders urteilen.
Beilage Brot – n/a
Zwischennote Beilagen: D

Service – B – Service eher gemütlich – aber echt in Ordnung dafür, dass es sich primär nicht um eine Gastwirtschaft handelte. Habe aber auch schon in Bowling-Centern besser gegessen, z.B. gab es im AMF in Ashford (Kent) einen sehr leckeren Nachoburger.
Exklusivität – D – Theoretisch exklusiv, praktisch weniger.
Preis – D – Kostet pro Portion knapp 6 Euro. Das bekommen andere günstiger hin.
Zwischennote Service: C

Gesamtnote: D – Irgendwie nichts Besonderes, wirklich nicht… Das haben andere zu dem Preis schon besser hinbekommen. Aber gut, man geht auch nicht für ein Gourmet-Essen ins Bowlingcenter.

Die Meica Curryking ist in so ziemlich jedem deutschen Supermarkt in einem Kühlregal zu finden. Sie ist ein Convenience-Produkt, bestehend aus Scheiben von Bockwurst in Currysoße, verkauft in einer mikrowellentauglichen Plastikschale.

Zubereitet ist sie in etwa 2 Minuten in der Mikrowelle, alternativ ist auch eine Zubereitung im Heißwasserbad möglich.

Soße: Aussehen – B — Sattes Rotbraun.
Soße: Geruch – D – Kaum ein Geruch wahrnehmbar.
Soße: Geschmack – C – Das Süß-säuerliche dominiert leider und verdeckt so auch den Eigengeschmack der Wurst, anstatt ihn dezent zu ergänzen.
Soße: Konsistenz/Textur – C – Gleichmäßig, nimmt jedoch schnell eine unappetitliche Haut an.

Currypulver – B – Das Currypulver wird in einem separaten Plastikschlauch geliefert und kann so vom Verbraucher vor dem Konsum dosiert werden. Eine leichte, angenehme Schärfe ist herauszuschmecken.
Zwischennote Soße/Currypulver: C

Wurst: Aussehen – B – Dicke Bockwurstscheiben, allerdings schon etwas angeschwollen, wohl durch die nicht zu vermeidende längere Lagerung in der Soße.
Wurst: Geruch – B – Voller wurstiger Geruch, Meica eben.
Wurst: Geschmack – C – Leider kaum Geschmack, da durch die Soße verdeckt.
Wurst: Konsistenz/Textur – C – Dicke Scheiben Bockwurst (mit Darm natürlich). Angenehm fest, wenn auch der Darm nicht knackig sein kann. Allerdings wird die Zubereitung schnell kalt, so dass die Wurst dann keine wurstige Konsistenz mehr hat, sondern eine massige, welche geschmacklich nicht angenehm ist.
Zwischennote Wurst: B

Beilage Pommes – n/a
Beilage Brot – n/a
Zwischennote Beilagen: n/a

Service – n/a
Exklusivität – E – Gibt es in quasi jedem Supermarkt quer durch alle Regionen Deutschlands. Eine Wald- und Wiesen-Currywurst also.
Preis – D – Kostet pro Portion rund 2 Euro und ist nicht so günstig dafür, dass sie noch zubereitet werden muss. Das bekommen andere günstiger hin.
Zwischennote Service: D

Gesamtnote: C – Eine schlechte Wahl ist der Curryking zwar nicht, allerdings sticht er auch nicht besonders heraus. Eine Note C (auf einer Skala von S = Special, A = sehr gut, F = nicht bestanden) erscheint angemessen.

Ich esse für mein Leben gern Currywurst, und nicht erst, seit ich wieder in Berlin lebe. Für eine gute Currywurst fahre ich auch mal 500 km mit dem Zug. Daher werden in den kommenden Tagen Currywurst-Testberichte hier veröffentlicht. 🙂

Einzelnoten gibt es in folgenden Disziplinen:

Soße: Aussehen
Soße: Geschmack
Soße: Konsistenz/Textur

Currypulver

Wurst: Aussehen
Wurst: Geschmack
Wurst: Konsistenz/Textur

Beilage Pommes
Beilage Brot

Service
Exklusivität
Preis

Die Gesamtnote errechnet sich aus dem Durchschnitt aller Noten.

Die Notenskala reicht von S (Special) über A (sehr gut) bis hin zu F (nicht bestanden).