Ein ganz lieb und nett daherkommendes eBay-Angebot. Externer CD-Brenner älterer Bauart halt. Wer aber genauer hinschaut, entdeckt, dass das externe Netzteil keinen deutschen, sondern einen britischen Stecker besitzt. Dieser hat drei längliche Pfostenkontakte mit rechteckiger Grundfläche (statt zwei mit runder Grundfläche wie in Deutschland).

Mich reizt es ja irgendwie schon aus Neugier, das Ding zu kaufen… Also erst mal den Verkäufer gefragt, ob das so stimmt 🙂
In der Artikelbeschreibung stand zumindest nichts von einem britischen Stecker.

Gibt es hier zu viele Hausfrauen, haben die Menschen zu viel Zeit oder sind sie einfach blöd? Kann ja nicht sein, dass es für industriellen Obstsalat hier (in Berlin!) keinen Markt gibt… Die Briten können nicht vieles gut, aber darin sind sie uns 10 Jahre voraus.

Tesco Metro Tottenham Court Road
Tesco Metro Tottenham Court Road: "We have done all the hard work so you don't have to" – Industrie-Obstsalat im Kühlregal.

Ich bin über eMatti auf ein Tumblr gestoßen, welches Namensschilder und Geburtsanzeigen von Kindern mit unkonventionellen Namen veröffentlicht – Chantalismus.

Es ist ja schon seit längerem bekannt, dass der Vorname tatsächlich Karrierechancen beeinflussen kann. Kinder, die Kevin oder Angelina heißen, werden von Lehrern wohl in die Schublade „Leistungsschwäche und Verhaltensauffälligkeit“ gesteckt, während Alexander und Charlotte als freundlich und fleißig gelten (Quelle). Das setzt sich in einer gewissen Form auch noch im Arbeitsleben fort – dort genügt es schon, einen türkischen Namen zu haben, um spürbar schlechtere Chancen bei einer Bewerbung zu haben.

Die Namen selbst finde ich nicht wirklich schlimm, sondern eher die Vorurteile. Am schlimmsten sind aber die Familienanzeigen auf „Chantalismus“, die sich dem anderen fast bis ins letzte Detail gleichen. Erlauben die Zeitungen in Gelsenkirchen nur die selben paar Vorlagen?




Nein, „Shipped from England“ wird nicht mit „Schiff aus England“ übersetzt.

(Hintergrund: Für Computerzubehör geben eBay-Händler aus China oder Hongkong gerne Artikelstandort UK an – dauert trotzdem noch relativ lange, der Versand aus HK nach Deutschland, auch wenn sie behaupten, sie seien in London ansässig…)

In meiner England-Zeit beschränkten sich meine Essgewohnheiten nicht nur auf Sandwiches. Es war zumindest in der Londoner Innenstadt auch immer ein Leichtes, zum Beispiel frisch gemachte Nudelsuppe oder Sushi zu erwerben, also halbwegs gesundes und gleichzeitig schnelles und preiswertes Essen.

Besonders gut gefallen hat mir aber das Chicken Tikka von Sainsbury’s, das in großen Plastikboxen mit Reis für etwa £3.50 angeboten wurde. Das wurde warm verkauft und konnte sofort gegessen werden. Auch Chicken Jalfrezi, Chili con Carne und Vegetable Masala gab es. War auch alles angenehm scharf.

Nun bin ich ja schon seit mehr als einem halben Jahr in Deutschland, und meine Hoffnung war ja immer: „Was Sainsbury’s kann, kann Ullrich am Zoo schon lange.“ Also war ich neulich dort und habe mir wagemutig die Gänsebrust mit Rotkohl und Kartoffeln für 7 Euro zum Mitnehmen gekauft, in einer schicken Alu-Verpackung.

Die Gänsebrust war aber eine eher trockene Angelegenheit und die Kartoffeln mit Soße schmeckten ziemlich langweilig. Es wirkte wie ein mäßiges Kantinenessen, das nicht einmal das Junk-Food-Flair des Sainsbury’s Chili con carne hatte…

An einem IKEA-Business-Card-Terminal gesehen. Da hat wohl jemand im Gesellschaftsrecht nicht aufgepasst, denn eine Rechtsform „GbR mit beschränkter Haftung“ (GbRmbH, GbR mbH) ist ein bloßes Fantasieprodukt und nicht rechtsgültig (vgl. BGH, NJW 1999, 3483). Dennoch sieht man gelegentlich noch Unternehmen, die diese „Rechtsform“ nutzen – auch eine Google-Suche bringt so einige Ergebnisse hervor.

Die Rechtsform, die der „GbRmbH“ am nächsten kommt, und tatsächlich existiert, ist die sogenannte GmbH & Co. KG. Die KG in der GmbH & Co. KG ist eine Personengesellschaft, bei der der einzige unbeschränkt haftende Gesellschafter, der Komplementär, eine GmbH ist.

Damit gibt es eine Haftungsbeschränkung über die GmbH, und dennoch können weitere Gesellschafter direkt in die KG als Kommanditisten aufgenommen werden. Kommanditisten haften dann nicht mit ihrem persönlichen Vermögen. Diese Rechtsform wird oft gewählt und hat auch vor Gericht Bestand.

Veröffentlicht unter Jura.